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ullis Mama(R)

23.09.2016,
16:17 Uhr
 

Ulli (Trauer)

Hallo,
heute jährt sich Ullis Todestag zum 49. Mal... er ist unvergessen und ich liebe ihn wie am 1.Tag seines kleinen Lebens!Er ist immer in meiner Seele...

Die Traurigkeit über seinen Verlust ist auch immer da, aber: ich empfinde keinerlei(!!!) Schuldgefühl mehr, dass ich angeblich nicht gut aufgepasst habe auf ihn, wovon ich ja auch selber überzeugt war. Dieses hatte mich die letzten 48 Jahre über furchtbar gequält und ich konnte keine Ruhe finden.-

Nun aber ist es mir mithilfe von guten Psychologen (in meiner letztjährigen Kur und noch laufender sehr behutsam einfühlender Traumatherapie) gelungen, Ullis Sterben als einen mir vorbestimmten Schicksalsschlag begreifen zu lernen - ich muss sagen: dieses ist so viel leichter, als alles, was vorher war***ich bin so dankbar und wünsche allen hier, die sich so mit ihrem Schuldgewissen quälen, eine derartige Entwicklung!!!!
Alles Liebe von ullis Mama

CornyS(R)

15.04.2017,
19:05 Uhr

@ ullis Mama
 

Ulli

Hallo Ullis Mama,

Ich lese schon seit einer Weile deine Einträge. Ich möchte dir meine Anteilnahme ausdrücken und dich ganz fest umarmen. Ich selbst habe schreckliche Angst, meinen 7 Monate alten Sohn zu verlieren, ich habe schon psychologische Hilfe, aber die Angst ihn zu verlieren bleibt. Hast du denn weitere Kinder bekommen dürfen, die dir Kraft gegeben haben, mit Ullis Tod umzugehen? Mir geht deine Geschichte so ans Herz, mein viel älterer Bruder heißt nämlich auch Ulrich und wurde im selben Jahr wie Ulli geboren. Ich umarme dich!!!

ullis Mama(R)

21.04.2017,
11:39 Uhr

@ CornyS
 

Ulli

Liebe CornyS,
schon wieder bin ich so berührt von Deinen wunderbaren Worten, meine Persönlichkeit betreffend!!! Das hört sich ganz toll an- und ich selbst weiß nicht so wirklich darüber Bescheid.- Ab und an sagen mir Menschen so ähnliches und ich glaube Dir und ihnen!
Ich denke, ich habe diese Fähigkeiten in den vielen Therapien entwickelt?!und gebe sie nun weiter an andere Menschen, was mit ein inniges Bedürfnis ist...ich glaube, du bist auch so offen und zugewandt, sonst könntest Du mich nicht so wertschätzen...
...allerdings gehen auch viele Menschen,denen ich mich öffne, "rückwärts" - im wahrsten Sinne des Wortes und treten im Gespräch von mir weg, das ist nicht besonders angenehm und diese Kontakte bleiben dann für mich nur sehr, sehr flüchtig! DANKE für Dein Auf-mich-zugehen!
*************************************
Zu Deinen Fragen: Ich denke, dass Ulli heute leben würde, es sei denn, der Schöpfer hätte ihm dieses traurige Schicksal beschieden?!
Damals gab es keine Monitoren, auch noch lange (!) nicht, als meine Baby-Töchter klein waren. Glaub mir, ich hätte die mindestens 2 Jahre benutzt!
So aber bin ich vor Angst fast umgekommen, denn das Trauma mit Ulli wirkte fort und fort, so wie ich es Dir in meinem letzten Posting beschrieben habe...erst jetzt kann ich damit und allen anderen traumatischen Ereignissen in meinem Leben umgehen dank der traumaauflösenden Therapie;:D :D :D .!
Mit Narm vearbeitet man hauptsächlich Entwicklungstraumen, im Laufe des Lebens erworben, ich bin in einer erziehungsunfähigen Pflegefamilie groß -geworden,- das hatte ich vergessen zu erwähnen - und das SIDS-Trauma gehört ja zu den plötzlich auftretenden Schocktraumata, dafür gibt es heutzutage viele sehr gut ausgebildete Therapeuten.-
Nun liebsten Gruß - ich denke an Dich
ullis Mama Ursula

CornyS(R)

22.04.2017,
17:55 Uhr

@ ullis Mama
 

Ulli

Liebe Ursula,

in einem deiner älteren Postings habe ich gelesen, dass Ulli am 20.5. geboren wurde. Das hat mir eine Gänsehaut beschert, es ist auch mein Geburtstag. Vielleicht musste ich dich irgendwie finden. Ich weiß, es klingt ein wenig verrückt, aber ich denke, dass man niemandem grundlos begegnet.

Es tut mir sehr leid, dass du in einer Pflegefamilie groß werden musstest. Das ist nicht schön. Und es tut mir so leid, dass du bei deinen Mädchen die Angst ohne technische Hilfe allein durchstehen müsstest. Ich frage mich im Moment jeden Tag, wie ich die kommenden 17 Monate durchhalten soll, ohne verrückt zu werden. Meine Therapie hat gerade erst begonnen, ich fühle mich noch vollkommen verängstigt. Oft frage ich mich warum ich Angst habe, es ist doch nichts "schlimmes" vorgefallen, aber ich denke allein die Angst auf der Intensivstation, mein Kind verlieren zu können, gar damit zu rechnen, hat mich aus der Bahn geworfen.

Ich danke dir auch für deine Tipps bezüglich der Therapie, ich werde mir ganz genau überlegen was mir hilft, und was nicht und ggf. wechseln. Aktuell denke ich aber schon, dass ich bei meiner Therapeutin gut aufgehoben bin.

Ich hoffe so, dass ich irgendwann einmal wieder Freude empfinden kann.

Ich umarme dich,
Corny

ullis Mama(R)

19.05.2017,
17:45 Uhr

@ CornyS
 

Corny

Liebe Corny,

morgen habt Ihr beide, Du und Ulli Geburtstag...und ich gratuliere hier Dir sehr,sehr herzlich!!! Ich wünsche dir alles Gute und Liebe und dass Du mit der Zeit Deine - bestimmt nicht unbegründeten - Ängste loslassen lernst in der Therapie! <3 dieses Zeichen ergibt eigentlich ein Herzchen, aber hier klappt es leider nicht.-Stell Dir einfach ein knallrotes Herz vor und schon hast Du all meine guten Wünsche und eine feste Umarmung - Du schaffst es -
von Ursula

CornyS(R)

19.05.2017,
19:43 Uhr

@ ullis Mama
 

Corny

Liebe Ursula,

vielen Dank für deine lieben Gedanken in meine Richtung. Ich freue mich unheimlich darüber! Ulli wird morgen auch an meinem Kaffeetisch sitzen, er hat eine Kerze und eine wunderschöne Hortensie auf seinem Platz. Ich möchte, dass wir beide gemeinsam unseren Geburtstag feiern und ich stelle mir vor, wie er mich fest umarmt und ich ihn ganz fest zurückdrücke.

Meine Ängste wurden nun leider erneut befeuert, am Montag kamen mein Sohn und ich mit dem Verdacht auf ALTE 48 Stunden zur Überwachung ins Krankenhaus. Es kam nichts dabei heraus, aber jetzt hat er einen Monitor....und ich rutsche tiefer in meine Angst, weil alles immer mehr ins pathologische abdriftet. Dabei war ich nur beim KiA, weil der Snuza in über 8 Monaten nun 2x Alarm direkt innerhalb von drei Tagen gegeben hat. Und beim zweiten Mal war mein Sohn sehr schwer weckbar. Ob er blau war, konnte ich aber nicht sagen, das Licht hab ich vor lauter Panik nicht angemacht. Ich hab ihn nur gezwickt und herumgerollt und angeschrien bis er wach war. Eigentlich dachte ich eher daran, dass er mir die Sorge ausredet, und jetzt das. Nun versuche ich mich gerade in diese Situation hineinzufinden. Wann hört das endlich auf? Meine Nerven werden immer dünner!

Ich umarme dich so fest und denke morgen ganz viel an euch!
Alles Liebe,
Corny

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